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“Theater riecht nach Revolution!” – Pinar Karabulut über das Theaterfestival Radikal Jung

Zum fünften Mal findet in dieser Woche Radikal Jung, das Regietheaterfestival für junge Regisseure, in München statt. Das Münchner Volkstheater bietet hierfür die perfekte Bühne für das Treffen revolutionärer Theatermacher.

Im Hinterhof der Briennerstraße verlässt man das geschäftige und eilige München und tritt ein in einen energiegeladenen Raum – hier treffen sich Regisseure, Schauspieler, Studenten, alteingesessene Theaterbesucher und Theaterneulinge – sie alle eint der Wunsch nach neuem Theater. Die Stücke, die das Festival nach München eingeladen hat, sind eine Mischung aus neuen, aktuellen Arbeiten, alten Klassikern, zeitgenössischen Inhalten und genreüberschreitenden Performances.

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Drei Fragen an: Alice und Olivia aus dem Residenztheater

In der Kategorie Menschen porträtieren wir Personen, die in Kulturbetrieben arbeiten und möchten dabei jenen Leuten eine Stimme geben, die diese oft nicht bekommen. Wir haben uns mit Alice und Julia, die am Residenztheater in München die Garderobe betreuen, unterhalten und ihnen unsere drei Fragen gestellt:

Was macht ihr hier?

Olivia: Wir sind beide Studentinnen und arbeiten hier.
Alice: Genau, das ist unser Nebenjob hier, als Garderobendamen – Jacken aufhängen und ausgeben.

Was bedeutet dieser Ort für euch?

Alice: Für mich ist es wie in der Bib zu sitzen, ich lerne in der Wartezeit immer hier. Deswegen ist es für mich auch ein Lernort.
Oliva: Ich lerne hier auch gerne, ich hab aber auch sehr viele Freunde hier und komme sehr gerne her. Es ist auf jeden Fall mehr als nur Arbeit.

Was würdet ihr hier gerne mehr sehen?

Alice: Ich würde mich gerne öfter ins Stück reinsetzen, aber das ist natürlich schwierig, wenn es ausverkauft ist. Heute (Faust) hätte ich es vor allem gerne gesehen.
Olivia: So geht es mir auch!

Luk Perceval inszeniert Exiles

Exiles in den Münchner Kammerspielen – Oder: wie unterschiedlich kann man eine Premiere erleben?

Letzter Akt. Ende. Die vier Protagonisten liegen erschöpft auf dem Boden. Applaus. Tosend ist er nicht, von einer Premiere hätte man sich ausgelasseneren Beifall erwartet. Auch nicht als sich Luk Perceval und die Mitwirkenden aus Bühnen-, Kostüm-, Lichtgestaltung und Dramaturgie zum Schlussapplaus verneigen. Luk Perceval inszeniert Exiles in den Kammerspielen so, dass es zum anschließenden Diskurs anregt.

Wir treffen uns im Foyer und sind gespannt auf die unterschiedlichen Einschätzungen und Empfindungen – an diesem Abend ist der Austausch nach dem Stück besonders spannend, denn wir drei haben ihn unterschiedlich erlebt. Wir, Susanna und Sarah, haben als Blogger von Let’s Talk About Arts! an den Proben von Exiles in den Münchner Kammerspielen teilgenommen und diese begleitet: Susanna hat den Aufbau miterlebt und kennt die Kammerspiele wie ihre Westentasche, Sarah hat den Proben beigewohnt und eine weitere Freundin kam als unbefangene Zuschauerin in die Premiere.

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Exiles: James Joyce reloaded in den Münchner Kammerspielen

Exiles ist das einzige Werk, das Joyce für das Theater geschrieben hat und passenderweise hatte es auch seine Uraufführung 1919 an den Münchner Kammerspielen. Es geht um Liebe in einem mehreckigen Beziehungsgefüge, Eifersucht und die Sehnsucht nach einer erfüllenden Verbindung. Vor allem aber geht um das Verhältnis von Nähe und Entfremdung und darum, wie wir uns nach Nähe sehnen und dabei weder loslassen noch festhalten können.

#ARTvent: Zwölf – Oder: Ein Jahr Münchner Kammerspiele

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Programmheft der Münchner Kammerspiele für den Monat Dezember

Wir blicken zurück auf 12 Monate Münchner Kammerspiele, auf zwei (halbe) Spielzeiten, auf unzählige Aufführungen, auf Premieren, Gastauftritte, Kooperationen, auf Neues und Bekanntes, auf neben und hinter der Bühne – das waren unsere Höhepunkte 2014:

#ARTvent: neun

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Residenztheater, München

Dass es im deutschsprachigen Raum noch enormen Bedarf am richtigen Einsatz sozialer Medien in Kulturbetrieben gibt, ist deutlich zu erkennen. Es gibt aber auch bereits Häuser, die Social Media für ihre Zwecke einsetzen und so mit den Zuschauern in einen offenen Dialog treten.

#ARTvent: Sieben

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Maxim Gorki Theater, Berlin

Was zeichnet ein “Theater des Jahres” aus? Abgesehen von der Qualität der Produktionen, Kreativität der Regisseure und Talent des Ensembles? Um sich abzuheben in einer Theaterlandschaft mit solch harter Konkurrenz braucht es ein gänzlich neues Selbstverständnis:

Das Gorki Theater hat es verstanden, sich als sozialen Ort, ja als Medium auszurichten, an dem Themen wie Migration, soziale Exlusion und andere aktuelle gesellschaftspolitische Ströme nicht nur behandelt, sondern aktiv reflektiert und damit veritabler Teil der Arbeit werden.

#ARTvent: Drei

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Schauspielhaus Graz, Ebene 3

Auf der Ebene 3 im Grazer Schauspielhaus ist es vogelwild – Schaupieler und Regieassistenten können ihren Ideen und Experimentierfreuden freien Lauf lassen und ihre eigenen Projekte kreiern. Wenn im Spielplan kein Platz für eine kreative Fantasie eines Ensemblemitglieds oder Assistenten mehr ist, dann gibt es hier einen Ort, an dem dies trotzdem stattfinden kann – und das Publikum kann direkt Rückmeldung geben.

Diese Plattform und Interaktionsmöglichkeit finden wir toll! Mehr davon bitte!

#ARTvent: Eins

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Spielhalle, Münchner Kammerspiele

Die Positionen von Spielfläche und Zuschauern werden in diesem besonderen Theaterraum der Münchner Kammerspiele völlig neu bestimmt und Produktionen so aus dem konventionellen Verständnis von Theater herausgelöst. Dies ermöglicht es dem Besucher, Schauspiel auf eine neue Art und Weise zu erleben – und lässt dadurch neue Möglichkeiten zur Reflexion entstehen.

Kennt ihr die Spielhalle bereits? Wo habt ihr Theater zuletzt in einer alternativen Form erlebt?