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Ein Pixie bittet zum Tanz: Lynette Yiadom-Boakye im Haus der Kunst

Sicher. Ich kann mich für Malerei begeistern – je nach Künstler. Wen ziehen Monets riesige Seerosen, van Goghs Sternennacht oder auch Dali, Kandinsky oder Magritte nicht in Bann? Ich sehe mir diese Bilder an. Finde sie schön. Manchmal habe ich Glück und erfahre in einer Führung oder einem Audioguide mehr über diese Werke. Das macht sie in der Regel interessanter. Es ist ein wenig wie mit den Gedichtinterpretationen aus den Schularbeiten: Manche Gedichte liegen einem einfach nicht. Punkt. Andere aber entfalten ihre Schönheit gerade mit der intensiven Betrachtung. Im Auseinandernehmen. Im Versuch, den Gedanken des Künstlers zu folgen. Oft ist das schwierig, die Intentionen springen uns nicht direkt an.

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Künstler als Kuratoren – Auf Kulturentdeckungsreise in Norwegen Part II

In meinem letzten Post teilte ich meine Erfahrungen aus dem vermeintlichen Kulturparadies Norwegen. Dass sich Norwegen aber nicht nur als Superlativ in Sachen Bildung, Kulturpolitik oder Gesellschaftsfragen darstellt, sondern vielmehr vor ähnlichen kulturpolitischen Herausforderungen steht wie deutschsprachigen Länder, wurde mir in Gesprächen mit Kulturschaffenden deutlich.

  • 15:08:42 Ylivieska, Finland
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Apps, Apps, Apps – und wie sie unseren Zugang zu Kunst und Kultur verändern

Virtueller Kunstgenuss ist in vielseitiger Form konsumierbar. Es geht um Kunst 2.0, ja vielleicht schon 3.0, wenn man an virtuelle Museumsbesuche denkt.

Es gibt Kunst- und Kultur-Apps, die uns selbst zum Künstler werden lassen. Apps, die Klangformen zu Sound Art oder visuelle Effekte zu Kunstwerken werden lassen. Apps, mit denen wir – vernetzt mit einer globalen Community – unseren individuellen Beitrag zum Entstehen von Gesamtkunstwerken in Form von “Community Projects” leisten können.

  • Wenn aus Museumsführung Kunstverführung wird: Re-act! in der Kunsthalle
  • Wenn aus Museumsführung Kunstverführung wird: Öffentlliche Führung im Haus der Kunst
  • Wenn aus Museumsführung Kunstverführung wird: Re-act! in der Kunsthalle
  • Wenn aus Museumsführung Kunstverführung wird: In(ter)aktive Führung im Lenbachhaus
  • Wenn aus Museumsführung Kunstverführung wird: Öffentlich Führung im Haus der Kunst

Wenn aus Museumsführung Kunstverführung wird

Wir alle kennen Museumsführungen im klassischen Sinn – eine (meist) etwas ältere Dame erklärt einer Gruppe (meist) etwas älterer Akademiker die Kunstwerke, vor denen andächtig und stillschweigend gestanden wird. Das Ganze ist nicht interaktiv, nicht kommunikativ, nicht modern. Über das Thema moderne Kulturvermittlung im Museum hat Anke von Heyl auf ihrem Blog letztens sehr treffend und anregend berichtet. Wir möchten hier ein paar Beispiele aus der aktuellen Münchner Museumslandschaft vorstellen, die mit einigen Traditionen der konventionellen Vermittlung von Kunst und Kultur brechen, sodass aus der Museumsführung eine regelrechte Kunstverführung wird.

#museumselfieday – Hype ist, was du draus machst

Unter uns – wir sind uns nicht ganz sicher was wir von dem heutigen Museumselfie Day halten sollen. Der Aktionstag wird bereits zum zweiten Mal von der Engländerin Mar Dixon initiiert, entsprechende Bilder sind auf den verschiedenen Sozialen Medien unter dem Hashtag #museumselfieday zu finden. Zudem gibt es einen eigenen Twitter Kanal. Wir haben versucht, unsere Gedanken für euch zu sortieren!

  • Archäologisches Nationalmuseum Athen
  • Archäologisches Nationalmuseum Athen
  • Archäologisches Nationalmuseum Athen
  • Archäologisches Nationalmuseum Athen

Ein kalter Januartag in Griechenland: Besuch im Archäologischen Nationalmuseum in Athen

Wir haben uns mit Doris Lang über ihren letzten Besuch im Archäologischen Nationalmuseum in Athen unterhalten. Die Künstlerin lebt und arbeitet in Neuburg an der Donau und Agios Nikolaos, Mani/Griechenland und hat uns verraten, was sie im Archäoloischen Nationalmuseum am meisten bewegt:

“Ein Winteraufenthalt in einer südeuropäischen Metropole entspricht nicht dem Inbegriff von Romantik und Schönheit, den meine sonnenhungrige Seele gerne erleben möchte. Zumal, wenn diese Metropole Athen heißt und von Mangel gezeichnet ist, Armut zu spüren ist und man den Zerfall fürchten muss.

  • Garden gallery 2 C Maarten Brinkgreve met logojpg
  • Foam Straircase C Maarten Brinkgreve
  • Outside large C Foam
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  • Foam Mobiel nieuwsbrief foto C Amber Beckers

Back from Amsterdam – wann können wir unsere Museen endlich als offen bezeichnen?

Kehre ich von Kurztrips aus Amsterdam zurück, bin ich immer wieder voller positiver Eindrücke und beflügelt von all den Ideen, die mir begegnet sind. Die Offenheit der Amsterdamer, ihre Kreativität und Zwanglosigkeit gefallen mir. Besonders beeindruckt mich aber der Umgang mit Kunst und Kreativität in der Gesellschaft. Darin finden kulturelle Themen Präsenz in unterschiedlichsten sozialen Schichten – Kultur wird nicht ausschließlich für Touristen gestaltet, sondern für die Bürger einer ambitionierten Stadt. Das zeigt sich auch in den zahlreichen Angeboten der Museen der Stadt, die sich als Ort für die kulturelle Bildung der Bevölkerung verstehen.

Museumsshops – oder: Schaust du noch oder kaufst du schon?

Museumsshop

Museumsshop

In Nicole Zepters Buch Kunst hassen. Eine enttäuschte Liebe las ich vor kurzem einen Satz, der mich nicht nur beruhigte, sondern auch zum Nachdenken anregte – über den Museumsshop und seine Rolle in der klassischen Architektur und Hierarchie der Kulturvermittlung eines Museums:

“Wenn der Shop das Interessanteste an einem Ausstellungshaus ist, muss das nicht an der nicht vorhandenen Intelligenz des Publikums liegen.”

Mein erster Gedanke: Puh, ich kann mich getrost weiter dem Konsum im Museumsshop hingeben und nach dem Museumsbesuch Karten, Bücher, Sinnloses, Skurriles und Schönes kaufen.

Doch viel mehr frage ich mich jetzt, warum sprechen mich und so viele andere Museumsgäste die Shops am Ende der Ausstellung oftmals mehr als die Ausstellungen an? Worum geht es hier eigentlich?

#ARTvent: Zweiundzwanzig – oder: Warum uns das Deutsche Museum an unseren Onkel erinnert

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Das Deutsche Museum ist wie ein technikbegeisterter Onkel: Detailverliebt, herzensgut, ein bisschen verschroben und etwas in die Jahre gekommen. Geduldig erklärt uns der Onkel, wie Technik theoretisch funktioniert. Seine Praxisbeispiele sind allerdings veraltet. Der Onkel kennt die Sozialen Medien und ist auch hier und da angemeldet. Aber Austausch und Kommunikation sucht er nicht im Digitalen. Das Haus des Onkels hat seine besten Zeiten schon hinter sich und nicht nur seine Rollläden bedürfen einer Modernisierung.

#ARTvent: Neunzehn

Lenbachhaus München

Lenbachhaus München

Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München

Die Sammlung des Lenbachhauses umfasst Gemälde aus dem 19. Jahrhundert, Arbeiten der Künstlergruppe Der Blaue Reiter und aus der Zeit der Neuen Sachlichkeit, sowie Werke von Joseph Beuys und Kunst nach 1945. Insbesondere seit der Wiedereröffnung des Lenbachhauses im Mai 2013 ist das Haus für viele Kulturinteressierte ein bedeutender Ort innerhalb der städtischen Museenszene Münchens und auch räumlicher Einstieg in das Kunstareal der Maxvorstadt. Das Lenbachhaus möchte aktiv an der Gestaltung eines für jedermann erlebbaren Kulturraumes beitragen. Teil der Urbanisierung des – insbesondere im internationalen Vergleich schwer zugänglichen – Areals war im Sommer 2014 die Eröffnung einer Eisdiele vor dem Museum, die nicht nur für Kunstfreunde, sondern auch für Eisliebhaber, Cappucinotrinker und Flanierer zum Treffpunkt wurde.