RITOURNELLE

Ritournelle – oder: ein ganz normaler Theaterabend

Vorfreude auf einen besonderen Samstagabend – keine Bar, kein Club, keine heimische Küche sollten heute der Ort des nächtlichen Geschehens sein, sondern die Kammer 1 der Münchner Kammerspiele. Wo sonst gespielt, gelitten, gefühlt, geläutert wird (so im Idealfall), sollte an diesem Samstag im Februar getanzt, getrunken, gefeiert werden, wenn – laut Programm – “ein Koordinatensystem zwischen viszeralem Noise und anschmiegsamen Popsongs für den Dancefloor aufgespannt” wird.

EINE NACHT IM SHABBYSHABBY APARTEMENT – TEIL 2. ODER: AUF DER ANDEREN SEITE DES BETTES

…hört man nicht besser oder schlechter. Sieht man nicht schöner oder schäbiger. Riecht man nicht angenehmer oder beißender. Oder doch? Jedenfalls anders. Während Susanna bereits mit euch geteilt hat, wie sie die Nacht im Shabbyshabby Apartement Give and Take erlebt hat, beschreibe ich nun als Beischläferin und nachdem ich ein paar Nächte darüber geschlafen hab, meinen Eindruck.

Shabbyshabby 3

Give & Take im Shabbyshabby Apartement – oder: Ist das noch Kunst oder schon Perversität?

Die temporäre Installation der Shabbyshabby Apartements klingt vielversprechend – anders und mutig wirkt die erste Inszenierung von Matthias Lilienthal, dem neuen Intendanten der Münchner Kammerspiele. Der gebürtige Berliner setzt damit ein deutliches Statement innerhalb des Stadtbildes und macht seinen Amtsantritt in der ganzen Stadt publik. „Hallo, hier bin ich und an mir kommt ihr nicht so leicht vorbei!“, scheinen die 23 Buden, Häuschen und Zelte, die für einen Monat in der Münchner Innenstadt und im Stadtteil Giesing aufgebaut wurden, den Menschen entgegen zu rufen. Was für die Installationen gilt, trifft vielleicht auch für Lilienthal selbst zu.