Fotos

Bitte keine Fotos: Über ein Wochenende mit selbstauferlegtem Foto-Verbot

Wie verändert sich die Wahrnehmung einer Stadt, wenn man während einer Reise keine Fotos macht?

Wie verhalte ich mich an Orten, an denen jeder andere Reisende ein Bild macht? Was mache ich in den Momenten, in denen ich – unter normalen Umständen – ein Bild machen würden?

Welche Bilder bleiben im Kopf – auch und gerade weil sie nicht auf dem iPhone gespeichert sind?

  • Max Eicke, "Dominas"
  • Max Eicke, "Dominas"
  • Max Eicke, "Dominas"
  • Max Eicke, "Dominas"
  • Max Eicke, "Dominas"
  • Max Eicke, "Dominas"

Fotograf Max Eicke über sein Projekt “Dominas”: “Es geht mir um Macht als abstraktes Thema”

Max Eicke ist Fotograf aus München. Für die Abschlussarbeit seines Fotografie Studiums an der Hochschule München bat Max Dominas in ganz Deutschland, ihn zu treffen, ihm ihre Geschichten zu erzählen und sich von ihm fotografieren zu lassen. Von 170 Frauen, die Max kontaktierte, lehnten 146 die Zusammenarbeit am Projekt „Dominas“ aus unterschiedlichen Gründen ab. Die Frauen, die einwilligten, traf Max in Studios, Cafés und Wohnungen, stellte Fragen, hörte zu und fotografierte schließlich mit einer analogen 4×5 Inch Großformat-Kamera – pro Frau machte er zwischen zwei und acht Aufnahmen. Den Prozess des Fotografierens beschreibt Max selbst wie folgt: „Während sie versuchten, sich zu inszenieren, versuchte ich dasselbe. Es entwickelte sich ein Machtkampf zwischen Fremd- und Selbstdarstellung.“

#ARTvent: Sechs

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Robert Frank. Books and Films, 1947 – 2014 in der Akademie der Bildenden Künste, München

Das kreative Chaos, das wir in der Eingangshalle der Akademie der Bildenden Künste in München erleben, folgt einer ganz eigenen Ordnung – nicht nur die Ausstellung ist temporär, auch das Medium, auf dem die Fotografien von Robert Frank gedruckt sind, ist es. Hübners Street Photography wird per Acryl-Inkjetdruck auf dem gleichen Papier gedruckt wie die Süddeutsche Zeitung. Die Papierbahnen werden direkt an die Wände geklebt – auch dies entspricht dem temporären Charakter der Ausstellung: die Fotografien könnten durchaus gestohlen werden, doch was soll das schon ausmachen? In der Zeitung von Heute wird ja eh der Fisch von Morgen eingepackt. Wir sind angetan von so viel gelebtem Leben, von gelebter Fotografie und von Bildern und Darstellung, die das Leben schreibt.