Menschen

Feinkost Falk, Picasso und der Hot Dog

Wir blättern in einem Bildband über Picassos Bleistiftzeichnungen und plötzlich hält der Koch inne – die vor uns liegende Buchseite zeigt einen Druck von Pablo Picassos Zeichnung „Der Hund“, jenem vielleicht „bedeutendsten Tiermodell der Kunstgeschichte“Doch der Koch wäre nicht Feinkost Falk, wären seine Gedanken nicht längst von der intensiven Beziehung zwischen dem spanische Künstler und seinem Dackel Lump (weitere Namen, die der Maler dem Tier gab, waren Lumpi und Lumpito) abgeschweift hin zur Welt der Geschmäcker und Aromen – aus ihm schießt es nur: „Hot Dog!“ Na gut, dann eben Hot Dog zum Abendessen.

IST ESSEN KUNST ODER KANN MAN KUNST ESSEN?

Eigentlich sollte dieser Beitrag mit dem Worten „Essen ist in aller Munde“ beginnen – ein Blick in die aktuelle Ausgabe des fabelhaften MUCBOOK Print zum Thema Essen zeigte mir jedoch: der Spruch ist mindestens so ausgelutscht wie der Fisch von gestern, ein totgebratenes Steak oder verkochte Nudeln – und so steht es eigentlich auch um das Thema selbst. Jeder spricht über Einkaufen, Kochen, Essen, hat zig Kochbücher im Regal stehen, liest ebenso viele Foodblogs und schaut heimlich Das perfekte Dinner. Oder wenn es ein bisschen intellektueller sein soll, die hochgelobte Dokumentarserie Chef’s Table.

Lets Talk About Arts!

Gedanken zum Tag – ein offener Brief an Manfred Spitzer und die Redaktion der Bayern2 radioWelt

Liebe Redaktion der Bayern2 radioWelt, sehr geehrter Herr Spitzer,

ich habe ein tägliches Ritual: Wenn ich morgens aus dem Schlafzimmer ins Bad wanke, schalte ich das Radio an – die radioWelt des Bayerischen Rundfunks ist meine morgendliche Konstante und ich schätze die hohe Qualität der Beiträge, die interessanten Interviewpartner und den Informationsgehalt, mit dem ich gestärkt in den Tag starten kann. Ich bin kürzlich nach Hamburg gezogen und bleibe Bayern2 treu, denn bislang habe ich noch keinen Sender gefunden, der mich vergleichbar gut informiert.

Let´s talk about Lieblings-Blog!

Let´s talk about Lieblings-Blog!

Was ist eigentlich ein Lieblings-Blog? Einer, den man gerne liest – das ist klar. Für uns gehört aber noch viel mehr dazu. Ein Lieblings-Blog ist authentisch, regt an, inspiriert und motiviert. Ein Lieblings-Blog ist vielleicht sogar ein bisschen wie ein Lieblings-Mensch, mit dem man sich über dieses eine bestimmte Thema austauscht – persönlich, unterhaltsam, interessant. Die Blogparade The Liebster Award widmet sich genau der Frage nach dem Lieblings-Blog und animiert Blogger und deren Leser, sich miteinander zu verknüpfen, Fragen zu stellen und das Blogstöckchen weiterzureichen an Blogger, von denen man gerne mehr wissen möchte, als es der About-Teil hergibt.

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Oh Norwegen, du Kulturparadies?

Je nördlicher, desto besser. Desto besser funktionieren Gesellschaft, Bildung und Kultur? Desto besser sehen die Menschen aus? Desto stylischer ist Design und Architektur? Sind das nicht die Gleichungen, die uns beim Gedanken an Skandinavien in den Kopf kommen? Mit dem Vorsatz, diesen Annahmen persönlich auf den Grund zu gehen, mir selbst ein Bild zu machen, fuhr ich nach Norwegen, auf eine zweiwöchige Reise zwischen Natur und Kultur, bis weit in den hohen Norden.

  • Radikal Jung Invasion!
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  • Radikal Jung
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“Theater riecht nach Revolution!” – Pinar Karabulut über das Theaterfestival Radikal Jung

Zum fünften Mal findet in dieser Woche Radikal Jung, das Regietheaterfestival für junge Regisseure, in München statt. Das Münchner Volkstheater bietet hierfür die perfekte Bühne für das Treffen revolutionärer Theatermacher.

Im Hinterhof der Briennerstraße verlässt man das geschäftige und eilige München und tritt ein in einen energiegeladenen Raum – hier treffen sich Regisseure, Schauspieler, Studenten, alteingesessene Theaterbesucher und Theaterneulinge – sie alle eint der Wunsch nach neuem Theater. Die Stücke, die das Festival nach München eingeladen hat, sind eine Mischung aus neuen, aktuellen Arbeiten, alten Klassikern, zeitgenössischen Inhalten und genreüberschreitenden Performances.

Autorin Sarah Elise Bischof über ihren Roman “Panthertage. Mein Leben mit Epilepsie”. Ein Gespräch über Autorenklischees, Lebensfreude und Besuche beim Arbeitsamt

Sarah Elise Bischof ist eine starke, schöne und kluge junge Frau – und hat Epilepsie. In ihrem Debütroman Panthertage. Mein Leben mit Epilepsie schreibt das gebürtige Nordlicht über Leben, Lieben, Studieren und Erwachsenwerden mit der Krankheit.

Sarah ist 20 als sie den ersten epileptischen Anfall erleidet, vor kurzem hat sie ihr Abitur gemacht und hat große Pläne für die Zukunft. Es folgen weitere Anfälle, Klinikaufenthalte und Medikamente. Doch Sarah bietet der Krankheit die Stirn: 2014 beendet sie ihr Germanistikstudium an der Ludwig-Maximilians-Universität München und schreibt parallel an ihrem Roman.

Wir trafen die Wahl-Münchnerin, um bei nordischem Bier über ihr Erstlingswerk zu sprechen.

  • Guggenheim Venedig
  • Guggenheim Venedig

Drei Fragen an: Emiliana, Praktikantin in der Peggy Guggenheim Collection in Venedig

Studentin Emiliana ist Praktikantin in der Peggy Guggenheim Collection in Venedig. Ihre Aufgaben sind vielseitig und beinhalten unter anderem Führungen, wie beispielsweise die so genannten “Peggy Talks” – kurze, Pop-Up-ähnliche Vorträge über einzelne Künstler oder besondere Kunstwerke. In ihrer Ungezwungenheit laden diese Talks dazu ein, den Guides Fragen zu stellen und mit anderen Besuchern ins Gespräch zu kommen.

Initatorin Eva Obregón zur Frage: Wer macht die Stadt?

Eva Obregón lebt in Madrid und ist Mitglied der Nachbarschaftsinitiative Esta es una plaza (auf Deutsch: Dies ist ein Ort), die gegründet wurde, um einstmals ungenutzten Raum in einem sinnvollen Ort zu verwandeln. Was 2008 als kurzfristiges Projekt angedacht war, entwickelte sich zu einer festen Institution innerhalb der Nachbarschaft und zeigt, wie bürgerliches Engagement, Widerstandskraft und Kreativität Stadtgestaltung aktiv mitformen kann.

  • Max Eicke, "Dominas"
  • Max Eicke, "Dominas"
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  • Max Eicke, "Dominas"
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Fotograf Max Eicke über sein Projekt “Dominas”: “Es geht mir um Macht als abstraktes Thema”

Max Eicke ist Fotograf aus München. Für die Abschlussarbeit seines Fotografie Studiums an der Hochschule München bat Max Dominas in ganz Deutschland, ihn zu treffen, ihm ihre Geschichten zu erzählen und sich von ihm fotografieren zu lassen. Von 170 Frauen, die Max kontaktierte, lehnten 146 die Zusammenarbeit am Projekt „Dominas“ aus unterschiedlichen Gründen ab. Die Frauen, die einwilligten, traf Max in Studios, Cafés und Wohnungen, stellte Fragen, hörte zu und fotografierte schließlich mit einer analogen 4×5 Inch Großformat-Kamera – pro Frau machte er zwischen zwei und acht Aufnahmen. Den Prozess des Fotografierens beschreibt Max selbst wie folgt: „Während sie versuchten, sich zu inszenieren, versuchte ich dasselbe. Es entwickelte sich ein Machtkampf zwischen Fremd- und Selbstdarstellung.“