Allgemein

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#worthwatching | „Gomorrha“

Die Tage werden kürzer, die Abstände unserer Joggingsessions länger und unsere Couch plötzlich wieder unglaublich bequem. Mir geht es so, dass mich an diesen kalten Novembertagen wirklich nur der strahlende Sonnenschein rauslockt („Dieser Herbst kann ja schon auch ganz schön sein…“), aber während des Sonntagspaziergangs male ich mir bereits aus, wie ich mir den Abend in meiner Wolldecke gemütlich mache.

RITOURNELLE

Ritournelle – oder: ein ganz normaler Theaterabend

Vorfreude auf einen besonderen Samstagabend – keine Bar, kein Club, keine heimische Küche sollten heute der Ort des nächtlichen Geschehens sein, sondern die Kammer 1 der Münchner Kammerspiele. Wo sonst gespielt, gelitten, gefühlt, geläutert wird (so im Idealfall), sollte an diesem Samstag im Februar getanzt, getrunken, gefeiert werden, wenn – laut Programm – “ein Koordinatensystem zwischen viszeralem Noise und anschmiegsamen Popsongs für den Dancefloor aufgespannt” wird.

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#Spurenleser: ein Spaziergang auf den Spuren jüdischen Lebens in München

Unser Spaziergang auf den Spuren jüdischen Lebens in München beginnt an der Pinakothek der Moderne – genauer gesagt in der Ausstellung Johanna Diehl: Ukraine Series (noch zu sehen bis 6. März 2016). Die Fotografien der Hamburgerin zeigen einstige jüdische Synagogen. Anders als in Nazideutschland wurden die religiösen Stätten in der Ukraine nicht zerstört, sondern im Rahmen der antireligiösen Sowjetpolitik zweckentfremdet und mit einer neuen Bedeutung belegt. Anstatt zu beten, sollten sich die Menschen beispielsweise der neuen “Religion” Sport hingeben, sodass eine Vielzahl der Synagogen zu Turnhallen umfunktioniert wurde: Entstanden sind skurrile Orte mit einem morbid-unwirklichen Charme, die Johanna Diehl ungeschönt, stets mit dem Blick ins Innere der einstigen Gottshäuser, darstellt.

#worthwatching | An- und Umschalttipps für gepflegtes Fernsehen

Netflix, Watchever, Amazon, Rundfunkbeitrag vs. Bezahlfernsehen: Wenn es um Unterhaltungsformate aus Film und Fernsehen geht, haben wir die Qual der Wahl.

Feinkost Falk, Picasso und der Hot Dog

Wir blättern in einem Bildband über Picassos Bleistiftzeichnungen und plötzlich hält der Koch inne – die vor uns liegende Buchseite zeigt einen Druck von Pablo Picassos Zeichnung „Der Hund“, jenem vielleicht „bedeutendsten Tiermodell der Kunstgeschichte“Doch der Koch wäre nicht Feinkost Falk, wären seine Gedanken nicht längst von der intensiven Beziehung zwischen dem spanische Künstler und seinem Dackel Lump (weitere Namen, die der Maler dem Tier gab, waren Lumpi und Lumpito) abgeschweift hin zur Welt der Geschmäcker und Aromen – aus ihm schießt es nur: „Hot Dog!“ Na gut, dann eben Hot Dog zum Abendessen.

EINE NACHT IM SHABBYSHABBY APARTEMENT – TEIL 2. ODER: AUF DER ANDEREN SEITE DES BETTES

…hört man nicht besser oder schlechter. Sieht man nicht schöner oder schäbiger. Riecht man nicht angenehmer oder beißender. Oder doch? Jedenfalls anders. Während Susanna bereits mit euch geteilt hat, wie sie die Nacht im Shabbyshabby Apartement Give and Take erlebt hat, beschreibe ich nun als Beischläferin und nachdem ich ein paar Nächte darüber geschlafen hab, meinen Eindruck.

IST ESSEN KUNST ODER KANN MAN KUNST ESSEN?

Eigentlich sollte dieser Beitrag mit dem Worten „Essen ist in aller Munde“ beginnen – ein Blick in die aktuelle Ausgabe des fabelhaften MUCBOOK Print zum Thema Essen zeigte mir jedoch: der Spruch ist mindestens so ausgelutscht wie der Fisch von gestern, ein totgebratenes Steak oder verkochte Nudeln – und so steht es eigentlich auch um das Thema selbst. Jeder spricht über Einkaufen, Kochen, Essen, hat zig Kochbücher im Regal stehen, liest ebenso viele Foodblogs und schaut heimlich Das perfekte Dinner. Oder wenn es ein bisschen intellektueller sein soll, die hochgelobte Dokumentarserie Chef’s Table.

Shabbyshabby 3

Give & Take im Shabbyshabby Apartement – oder: Ist das noch Kunst oder schon Perversität?

Die temporäre Installation der Shabbyshabby Apartements klingt vielversprechend – anders und mutig wirkt die erste Inszenierung von Matthias Lilienthal, dem neuen Intendanten der Münchner Kammerspiele. Der gebürtige Berliner setzt damit ein deutliches Statement innerhalb des Stadtbildes und macht seinen Amtsantritt in der ganzen Stadt publik. „Hallo, hier bin ich und an mir kommt ihr nicht so leicht vorbei!“, scheinen die 23 Buden, Häuschen und Zelte, die für einen Monat in der Münchner Innenstadt und im Stadtteil Giesing aufgebaut wurden, den Menschen entgegen zu rufen. Was für die Installationen gilt, trifft vielleicht auch für Lilienthal selbst zu.

emotion Magazin

Magazinliebe: emotion – bitte mehr davon!

Bahnhof Fulda, Sonntagabend, 21 Uhr – der Zug nach München kommt, aber eben mit einer Stunde Verspätung. Anstatt im, wie gewohnt gutsortierten, Zeitschriftenkiosk eine Publikation entsprechend meines gewohnten Beuteschemas zu kaufen – kulturell-wertvoll, intellektuell, international, avantgardistisch (oder wenn niemand hinschaut: Gossip, Hochglanz, Landadel) – greife ich zum Magazin emotion. Sei es auf Grund der wundervollen Petra Schmidt-Schaller auf dem Cover oder wegen der Titelstory “Wer willst du sein?”, die mich in diesem Moment eiskalt erwischt hat.

Let´s talk about Lieblings-Blog!

Let´s talk about Lieblings-Blog!

Was ist eigentlich ein Lieblings-Blog? Einer, den man gerne liest – das ist klar. Für uns gehört aber noch viel mehr dazu. Ein Lieblings-Blog ist authentisch, regt an, inspiriert und motiviert. Ein Lieblings-Blog ist vielleicht sogar ein bisschen wie ein Lieblings-Mensch, mit dem man sich über dieses eine bestimmte Thema austauscht – persönlich, unterhaltsam, interessant. Die Blogparade The Liebster Award widmet sich genau der Frage nach dem Lieblings-Blog und animiert Blogger und deren Leser, sich miteinander zu verknüpfen, Fragen zu stellen und das Blogstöckchen weiterzureichen an Blogger, von denen man gerne mehr wissen möchte, als es der About-Teil hergibt.