Photo Credit: Dale Robinette

Warum gefällt mir “La La Land” nicht?

Es ist Sonntagabend und ich bin fürs Kino verabredet. Wir müssen in diesen Film, von dem alle sprechen: ein bisschen Kitsch, ein bisschen Traumland. Und ein bisschen Ryan Gosling – das Programm für den Abend ist also safe.

Zugegeben, ein klein wenig skeptisch sind wir ja schon, hat kaum ein Film im Bekanntenkreis so ausschließlich positive Resonanz ausgelöst, überall wird darüber gesprochen, geschmachtet, die Songs gesummt, die sich als Ohrwürmer festgesetzt haben. Die Kritiken versprachen ein Fest für Augen und Ohren, keinen üblicher Hollywood-Schmus, Golden Globe-Regen, Oscar-Nominierungen. Wow, dieser Film hatte schon einiges in meinem Umfeld ausgelöst, nicht mal den harten Action-Movie-Jungs war er zu kitschig.

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Who run the world? Girls!

Schreibblockade! Ich habe einmal gelesen, dass es soetwas gar nicht gibt. Man würde sich lediglich einbilden, dass man keine Ideen zu Papier brächte. Man würde immer Sätze aneinanderreihen können, nur oft sind die Knoten im Kopf einfach zu fest, um das auszudrücken, was man sich vorgestellt hat. Doch: keine Ausstellung hat mich zuletzt nachhaltig beeindruckt, kein Buch gefesselt, kein Theaterstück zum Schreiben angeregt. Den kulturellen Spirit Manchesters, der mich ehrlich mitgerissen hat, vermag man nach einem anstrengenden Arbeitstag nicht aufs Papier zu bringen – kennt ihr das?

Lets Talk About Arts!

Gedanken zum Tag – ein offener Brief an Manfred Spitzer und die Redaktion der Bayern2 radioWelt

Liebe Redaktion der Bayern2 radioWelt, sehr geehrter Herr Spitzer,

ich habe ein tägliches Ritual: Wenn ich morgens aus dem Schlafzimmer ins Bad wanke, schalte ich das Radio an – die radioWelt des Bayerischen Rundfunks ist meine morgendliche Konstante und ich schätze die hohe Qualität der Beiträge, die interessanten Interviewpartner und den Informationsgehalt, mit dem ich gestärkt in den Tag starten kann. Ich bin kürzlich nach Hamburg gezogen und bleibe Bayern2 treu, denn bislang habe ich noch keinen Sender gefunden, der mich vergleichbar gut informiert.

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Künstler als Kuratoren – Auf Kulturentdeckungsreise in Norwegen Part II

In meinem letzten Post teilte ich meine Erfahrungen aus dem vermeintlichen Kulturparadies Norwegen. Dass sich Norwegen aber nicht nur als Superlativ in Sachen Bildung, Kulturpolitik oder Gesellschaftsfragen darstellt, sondern vielmehr vor ähnlichen kulturpolitischen Herausforderungen steht wie deutschsprachigen Länder, wurde mir in Gesprächen mit Kulturschaffenden deutlich.

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Oh Norwegen, du Kulturparadies?

Je nördlicher, desto besser. Desto besser funktionieren Gesellschaft, Bildung und Kultur? Desto besser sehen die Menschen aus? Desto stylischer ist Design und Architektur? Sind das nicht die Gleichungen, die uns beim Gedanken an Skandinavien in den Kopf kommen? Mit dem Vorsatz, diesen Annahmen persönlich auf den Grund zu gehen, mir selbst ein Bild zu machen, fuhr ich nach Norwegen, auf eine zweiwöchige Reise zwischen Natur und Kultur, bis weit in den hohen Norden.

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Neues Leben für die einstige Oase – ein Art House in Yazd. Eindrücke aus dem Orient Part II

In meinem letzten Beitrag ließ ich meine Eindrücke von einer Reise in den Iran Revue passieren. Was ich noch nicht verraten habe: in einer kleinen Stadt namens Yazd lernte ich außerdem eine Künstlerin mit einem sehr spannenden Projekt kennen.

Yazd ist eine kleine Oase mitten im Nirgendwo der iranischen Wüste. Erstmals erwähnt wurde die Stadt bereits vor 5000 Jahren, heute zählt sie als UNESCO Weltkulturerbe. Geschichtsträchtig ist dieser Ort zudem, weil bereits Marco Polo durch diese Handelsstadt gereist war und Zarathustra seine Lehre hier begründete.

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In was für einer Welt leben wir eigentlich?

“Ja, genau – in den Iran.” Mein Reiseziel musste ich erst eindrücklich wiederholen und nicht nur einmal wurde mir entgegnet, wie ich auf eine derartige Destination kommen würde.

Vor der Reise wusste ich selbst zugegebener Maßen sehr wenig über das Land im mittleren Osten. Atomstreit, Zensur und Islamismus waren meine ersten Assoziationen, die auch mir beim Gedanken an den Iran in den Sinn kamen. Die Bilder, die in meinem Kopf durch die Darstellung in den Medien aufpoppten, waren brennende USA-Flaggen, Nuklearanlagen und auch die Hetzreden eines Präsidenten sind mir noch in Erinnerung.

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Stack it Baby! Eine App, die Kunst demokratisiert?

In unserem letzten Artikel haben wir verschiedene Kunst- und Museums-Apps vorgestellt und uns gefragt, wie sie den Zugang zu Kultur verändern.

Unser Fazit: Apps tragen einen wesentlichen Bestandteil zur Demokratisierung von Kunst bei. Sie bringen uns Werke näher und lassen uns diese digital erleben. Zu Hause auf der Couch oder unterwegs in der U-Bahn. Wir können Kunstwerke somit ganz einfach in die Tasche stecken. Dass das einen Museumsbesuch oder den Kauf eines Werks ersetzen könnte, möchten wir natürlich nicht unterstellen. Auch dass es beim Vervielfältigen geistigen Eigentums bzw. beim Teilen im Social Web noch viele rechtliche Probleme gibt, ist eine Tatsache, für die dringend klare Lösungen gefunden werden müssen. Trotzdem bieten Apps für Kulturvermittlung und kulturelle Bildung tolle Chancen, die wir nützen sollten.

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Apps, Apps, Apps – und wie sie unseren Zugang zu Kunst und Kultur verändern

Virtueller Kunstgenuss ist in vielseitiger Form konsumierbar. Es geht um Kunst 2.0, ja vielleicht schon 3.0, wenn man an virtuelle Museumsbesuche denkt.

Es gibt Kunst- und Kultur-Apps, die uns selbst zum Künstler werden lassen. Apps, die Klangformen zu Sound Art oder visuelle Effekte zu Kunstwerken werden lassen. Apps, mit denen wir – vernetzt mit einer globalen Community – unseren individuellen Beitrag zum Entstehen von Gesamtkunstwerken in Form von “Community Projects” leisten können.

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Ort schafft Mitte – ein neues Konzerthaus für Blaibach

Nahe der tschechischen Grenze inmitten des Bayerischen Waldes liegt der Ort Blaibach. Im Jahr 2012 zählt die Gemeinde rund 2000 Seelen, der Ortskerns ist vom Verfall bedroht. Das Rathaus befindet sich in einem Industriegebiet. Ein einsames Café setzt auf Plastiktischdecken und rote Plastikrosen. Häuser stehen leer. Für die meisten Bewohner sind die nahegelegenen Städte Prag, München, auch Linz oder Nürnberg attraktiver und bieten bessere Jobmöglichkeiten. In den letzten Jahren war die Region rund um Blaibach nicht nur durch Abzug, sondern auch aus wirtschaftlicher Sicht durch den Rückgang von Übernachtungen geprägt. Ehrlich gesagt: ein attraktiver Standort sieht anders aus.