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#worthwatching | „Gomorrha“

Die Tage werden kürzer, die Abstände unserer Joggingsessions länger und unsere Couch plötzlich wieder unglaublich bequem. Mir geht es so, dass mich an diesen kalten Novembertagen wirklich nur der strahlende Sonnenschein rauslockt („Dieser Herbst kann ja schon auch ganz schön sein…“), aber während des Sonntagspaziergangs male ich mir bereits aus, wie ich mir den Abend in meiner Wolldecke gemütlich mache.

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Ein Pixie bittet zum Tanz: Lynette Yiadom-Boakye im Haus der Kunst

Sicher. Ich kann mich für Malerei begeistern – je nach Künstler. Wen ziehen Monets riesige Seerosen, van Goghs Sternennacht oder auch Dali, Kandinsky oder Magritte nicht in Bann? Ich sehe mir diese Bilder an. Finde sie schön. Manchmal habe ich Glück und erfahre in einer Führung oder einem Audioguide mehr über diese Werke. Das macht sie in der Regel interessanter. Es ist ein wenig wie mit den Gedichtinterpretationen aus den Schularbeiten: Manche Gedichte liegen einem einfach nicht. Punkt. Andere aber entfalten ihre Schönheit gerade mit der intensiven Betrachtung. Im Auseinandernehmen. Im Versuch, den Gedanken des Künstlers zu folgen. Oft ist das schwierig, die Intentionen springen uns nicht direkt an.

#worthwatching | An- und Umschalttipps für gepflegtes Fernsehen

Netflix, Watchever, Amazon, Rundfunkbeitrag vs. Bezahlfernsehen: Wenn es um Unterhaltungsformate aus Film und Fernsehen geht, haben wir die Qual der Wahl.

Feinkost Falk, Picasso und der Hot Dog

Wir blättern in einem Bildband über Picassos Bleistiftzeichnungen und plötzlich hält der Koch inne – die vor uns liegende Buchseite zeigt einen Druck von Pablo Picassos Zeichnung „Der Hund“, jenem vielleicht „bedeutendsten Tiermodell der Kunstgeschichte“Doch der Koch wäre nicht Feinkost Falk, wären seine Gedanken nicht längst von der intensiven Beziehung zwischen dem spanische Künstler und seinem Dackel Lump (weitere Namen, die der Maler dem Tier gab, waren Lumpi und Lumpito) abgeschweift hin zur Welt der Geschmäcker und Aromen – aus ihm schießt es nur: „Hot Dog!“ Na gut, dann eben Hot Dog zum Abendessen.

EINE NACHT IM SHABBYSHABBY APARTEMENT – TEIL 2. ODER: AUF DER ANDEREN SEITE DES BETTES

…hört man nicht besser oder schlechter. Sieht man nicht schöner oder schäbiger. Riecht man nicht angenehmer oder beißender. Oder doch? Jedenfalls anders. Während Susanna bereits mit euch geteilt hat, wie sie die Nacht im Shabbyshabby Apartement Give and Take erlebt hat, beschreibe ich nun als Beischläferin und nachdem ich ein paar Nächte darüber geschlafen hab, meinen Eindruck.

IST ESSEN KUNST ODER KANN MAN KUNST ESSEN?

Eigentlich sollte dieser Beitrag mit dem Worten „Essen ist in aller Munde“ beginnen – ein Blick in die aktuelle Ausgabe des fabelhaften MUCBOOK Print zum Thema Essen zeigte mir jedoch: der Spruch ist mindestens so ausgelutscht wie der Fisch von gestern, ein totgebratenes Steak oder verkochte Nudeln – und so steht es eigentlich auch um das Thema selbst. Jeder spricht über Einkaufen, Kochen, Essen, hat zig Kochbücher im Regal stehen, liest ebenso viele Foodblogs und schaut heimlich Das perfekte Dinner. Oder wenn es ein bisschen intellektueller sein soll, die hochgelobte Dokumentarserie Chef’s Table.

Let´s talk about Lieblings-Blog!

Let´s talk about Lieblings-Blog!

Was ist eigentlich ein Lieblings-Blog? Einer, den man gerne liest – das ist klar. Für uns gehört aber noch viel mehr dazu. Ein Lieblings-Blog ist authentisch, regt an, inspiriert und motiviert. Ein Lieblings-Blog ist vielleicht sogar ein bisschen wie ein Lieblings-Mensch, mit dem man sich über dieses eine bestimmte Thema austauscht – persönlich, unterhaltsam, interessant. Die Blogparade The Liebster Award widmet sich genau der Frage nach dem Lieblings-Blog und animiert Blogger und deren Leser, sich miteinander zu verknüpfen, Fragen zu stellen und das Blogstöckchen weiterzureichen an Blogger, von denen man gerne mehr wissen möchte, als es der About-Teil hergibt.

Kultur ist für uns … Unser Beitrag zur Blogparade #KultDef

Vor einigen Wochen hat Tanja Praske auf ihrem Blog zur Blogparade aufgerufen und uns die folgende Frage gestellt: Was ist Kultur für euch? Auf den ersten Blick mag die Frage einfach klingen – aber glaubt uns, die Beantwortung dieser Frage ist so aufregend, vielschichtig und spannend wie Kultur selbst.

Name: Sophie scholl - (co) Marija Jociute

Die jungen Wilden sind los! Das Festival SCHÄXPIR präsentiert internationale Theaterkunst in Linz

Jung, international und mobil – so zeigt sich das Festival SCHÄXPIR, das dieses Jahr bereits zum achte Mal in Oberösterreich stattfindet.

Ein Gemeinschaftserlebnis soll Theater sein, das im Dialog zwischen Bühne und Publikum neue Möglichkeiten zum Diskurs entstehen lässt, sich auf diese Weise aktuellen Themen annähert und vor allem für junge Zuschauer neue Zugänge schafft. Da passt das diesjährige Thema, unter dem sich das Festival präsentiert, ja ganz hervorragend: Es stellt sich dem komplexen Thema der Generationenfrage und fragt nach, was die jüngeren Generationen unserer Gesellschaft beschäftigt. Wie nähern sie sich globalen Fragestellungen an und wie kann ein generationsüberschreitender Dialog stattfinden?

  • Radikal Jung Invasion!
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  • Radikal Jung
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“Theater riecht nach Revolution!” – Pinar Karabulut über das Theaterfestival Radikal Jung

Zum fünften Mal findet in dieser Woche Radikal Jung, das Regietheaterfestival für junge Regisseure, in München statt. Das Münchner Volkstheater bietet hierfür die perfekte Bühne für das Treffen revolutionärer Theatermacher.

Im Hinterhof der Briennerstraße verlässt man das geschäftige und eilige München und tritt ein in einen energiegeladenen Raum – hier treffen sich Regisseure, Schauspieler, Studenten, alteingesessene Theaterbesucher und Theaterneulinge – sie alle eint der Wunsch nach neuem Theater. Die Stücke, die das Festival nach München eingeladen hat, sind eine Mischung aus neuen, aktuellen Arbeiten, alten Klassikern, zeitgenössischen Inhalten und genreüberschreitenden Performances.